Steinkohle-Kraftwerk: Duisburg erwägt Veto
Duisburg (RP) Die Verwaltung empfiehlt dem Rat, das “gemeindliche Einvernehmen” für das Krefelder Kraftwerk nicht zu erteilen. Das Bauamt hält den Trianel-Antrag für planungsrechtlich unzulässig.
Am Montag sollen die Politiker darüber abstimmen, ob ein Teil einer Kühlwasserleitung für das im Uerdinger Chempark geplante Steinkohlekraftwerk über Hohenbudberg laufen darf. Insider vermuten, dass sich der Rat gegen die Erteilung des “Einvernehmens” entscheiden wird. Die CDU-Fraktion hat sich gegen die Kühlwasserleitung ausgesprochen, die SPD hat noch Beratungsbedarf.
Unserer Zeitung liegt die von der Verwaltung erstellte Ratsvorlage vor. Als Grund für die Verweigerung der Genehmigung führt das Bauamt an, dass die Fläche als Ausgleichsmaßnahme (“Fläche für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft”) bestimmt sei und umliegende Ortslagen vor dem Gewerbegebiet schütze.
Aus den Unterlagen geht hervor, dass nicht nur vier Kühlwasserleitungen mit einem Durchmesser von 2,5 Meter auf einer Länge von rund 210 Meter auf Duisburger Stadtgebiet verlaufen sollen, sondern auch ein eingehauster “Rohrgurtförderer”, der Kohle transportiert. Die Verwaltung wendet ein, dass die Kohle auch per “Seilgurtförderer” transportiert werden könnte. Dieser könnte ihrer Ansicht nach über Krefelder Stadtgebiet laufen, wäre aber rund 800 Meter länger. Das würde Mehrkosten für das Kraftwerksprojekt bedeuten.
Trianel befindet sich derzeit in Gesprächen mit der Verwaltung und will jetzt zunächst die Entscheidung abwarten.









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