Über das Kraftwerk
Vom 14. Mai bis 28. Juni 2010 haben die Bürger die Möglichkeit, Einwendungen gegen das geplante Trianel-Steinkohlekraftwerk zu erheben. Den Einwendungsvordruck können Sie hier auch digital downloaden und selbst ausdrucken.
Die Trianel Power-Projektgesellschaft Kohlekraftwerk (Trianel) plant ein Steinkohlekraftwerk am Chemiestandort Uerdingen. Bayer Industry Services soll die technische Betriebsführung des Kraftwerks übernehmen.
Obwohl sich der Widerstand im Raum Krefeld und Duisburg formiert hat, versuchen Trianel und Bayer nach wie vor, die Bevölkerung und die politisch Verantwortlichen von der Notwendigkeit dieses Kraftwerks zu überzeugen. Bisher waren Trianel und Bayer aber nicht bereit, die von uns
Bürgerinitiativen vorgeschlagene Alternative eines umweltschonenderen Gas- und Dampfturbinenkraftwerks zu prüfen.
In seinen Leitlinien für eine verantwortliche Unternehmensführung definiert Bayer als ein Unternehmensziel, „den verantwortungsbewussten Umgang mit den Auswirkungen unseres vergangenen Handelns sowie das Bestreben, mögliche negative Folgen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.“
Über die weiteren Hintergründe können SIe sich auch hier informieren:
Information zum geplanten Steinkohlekraftwerk – aus unserer Sicht
Hier noch weitere Eckpunkte zum geplanten Kraftwerk:
Das Steinkohle-Kraftwerk entsteht im nördlichen Teil des Chemieparks Bayer Uerdingen auf einer Gesamtfläche von 20 Hektar. Informieren Sie sich in unserer interaktiven Karte über den geplanten Transport vom Uerdinger Hafen zum geplanten Kraftwerk im Bayergelände.
Baubeginn soll 2008 sein, 2012 geht es ans Netz. Die Leistung von 750 Megawatt reicht aus, um 1,5 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen.
Bayer übernimmt die technische Betriebsführung und erhält Dampf für den Betrieb der eigenen Anlagen. Die SWK wollen sich mit bis zu 100 Megawatt an dem Projekt beteiligen.
Fakten zum geplanten Steinkohlekraftwerk der Trianel-Gruppe:
- 27 regionale Stadtwerke beteiligen sich am geplanten Projekt (u.a. Stadtwerke Krefeld)
- Die elektrische Leistung des Kraftwerks liegt bei ca. 750 MW. (die thermische Leistung ist mehr als doppelt so hoch)
- pro Stunde würden in diesem Kraftwerk bei Volllastbetrieb 277 t Kohle verbrannt! (Schornsteinhöhe 140 Meter)
- Die jährlich freigesetzte Masse an Kohlendioxid beträgt circa 4,4Millionen t! (Zum Vergleich: Würde Australien die Anti- Glühbirnenaktion bis zum Jahr 2015 umsetzen, würden jährlich 3 Millionen t Kohlendioxid eingespart! )
- Das Kraftwerk soll bis zu 60 Jahre in Betrieb sein!
- Während der Lebensdauer des Kraftwerks würde soviel Kohle verbrannt, wie alle deutschen Bergwerke zusammen in sechs Jahren fördern!
- Zur CO2-Belastung muss der Energieaufwand für den Kohletransport aus Südafrika, Australien, China und Kolumbien hinzugerechnet werden. Bei der Kohle handelt es sich oftmals um “Blutkohle”
- Es befinden sich bundesweit 27 Braun- und Steinkohlekraftwerke im Bau oder in der Planung. In NRW sind dies z.B die Standorte Neurath, Hamm, Hagen, Datteln, Walsum, Herne, Lünen und Krefeld.
- Der Emissionshandel subventioniert massiv die Kohlekraftwerke. Diese erhalten je erzeugter Kilowattstunde elektrischer Energie Emissionsrechte für 750 Gramm Kohlendioxid, während Gaskraftwerke nur Rechte für 365 Gramm erhalten.
- In Hürth bei Köln wird z.B. zur Zeit ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD-Kraftwerk) gebaut, das auch ohne Wärmeauskopplung Wirkungsgrade von 58 % erreicht. Der Nettowirkungsgrad des Kraftwerks in Uerdingen beträgt maximal 44,1 Prozent!
- Je Kilowattstunde Primärenergie unterscheiden sich die freigesetzten Kohlendioxidmengen von Brennstoff zu Brennstoff sehr stark:
Braunkohle 452 g / kWh (nach Trocknung der extrem wasserhaltigen Kohle) Steinkohle 439 g / kWh Heizöl 311 g / kWh Erdgas 247 g / kWh - Im Vergleich zu Steinkohle erzeugt das Erdgas nur nahezu die Hälfte (56 %) an Kohlendioxid.
- Auf dem Gelände des Chemieparks sollen gelagert werden:
2,5 Millionen Liter Heizöl EL 280 000 t Kohle (in offenem Kohlelager) Bis zu 4900 t Gips Bis zu 4800 t Flugasche Bis zu 600 t Kesselasche Bis zu 720 t Kalksteinmehl - In der Kraftwerksanlage entstehen je Stunde 5 t Kesselasche, 25-40 t Flugasche und 10-26 t REA-Gips
- Aus dem Schornstein entweichen bei Normalbetrieb trotz Filteranlagen:
500 kg Cadmium 500 kg Thallium 600 kg Quecksilber 1000 kg Arsen 2000 kg Nickel 6000 kg Blei 400 t Staub 4000 t Schwefeloxide 4000 t Stickoxide 1000 kg Arsen - Der Kühlwasserbedarf wird durch Rheinwasser gedeckt ( 25 000 Liter pro Sekunde) oder ( 90 000 Kubikmeter je Stunde). Das Wasser wird um ca. 10 Kelvin erwärmt (Ca 35 Grad Celsius im Sommer)
Es handelt sich bei den bundesweiten Planungen von 23 Stein- und Braunkohlekraftwerken um einen finalen Amoklauf einer auslaufenden Kraftwerkstechnologie!Die Investoren:










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