aus Sicht der Umweltschützer

Sowohl über die Presse als auch in Gesprächen mit den Bayer-Mitarbeitern wurde behauptet, die Bürgerinitiativen wollen kein Kraftwerk. Diese Behauptung ist falsch! Wir sehen die Notwendigkeit, ein neues modernes Kraftwerk zu errichten, um alte Kessel abschalten zu können und den Standort Chemiepark Bayer- Uerdingen zu sichern. Dazu wird ein Kraftwerk benötigt, das die vor Ort gebrauchte Energie und Prozessdampf erzeugt. Es kann also deutlich kleiner dimensioniert und damit auch sicher mit Gas betrieben werden.

Doch selbst wenn die Trianel Power Projektgesellschaft nicht von der Größe des Kraftwerks abweicht, weil sie nur so am Energiemarkt zu bestehen glaubt, bleibt das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk für Bayer, Krefeld und vor allem für die Menschen die zukunftsfähigste und verträglichste Lösung. Es erfüllt die Anforderungen an ein den Standort Chemiepark sicherndes Kraftwerk, das Krefeld wirtschaftlich attraktiv macht, einen höheren Wirkungsgrad besitzt und zudem wesentlich umwelt- und klimafreundlicher ist als ein Steinkohlekraftwerk.
Es benötigt weder eine aufwendige Abgasreinigung noch eine Entstaubung. Auch die Entschwefelung ist entbehrlich: Dieses Kraftwerk kann bis zu 90 % des eingesetzten Brennstoffs nutzen und produziert gleichzeitig nur etwa die Hälfte an Treibhausgas CO2 verglichen mit einem Kohlekraftwerk. Für die Belange von Bayer kann ein Teil des Dampfes vor der Zuleitung zur Dampfturbine ausgekoppelt werden. Ein solches Gas- und Dampfturbinenkraftwerk mit 800 MW Leistung baut Trianel zurzeit in Hamm-Uentrop. Es ist eine echte Alternative.

„Das erste kommunale Gemeinschaftskraftwerk beweist in der deutschen Energiewirtschaft Pilotcharakter. Der kombinierte Gas- und Dampfturbinenprozess zeichnet sich durch geringe spezifische Investitionskosten, eine schnelle Bauzeit, geringe Emissionen und eine hohe Flexibilität des Kraftwerkseinsatzes aus.“ Diese Aussagen macht Trianel auf seiner Homepage über das im Bau befindliche Gaskraftwerk in Hamm- Uentrop. Der elektrische Wirkungsgrad ist mit über 57,5% angegeben.

Es ist deshalb unverständlich, wie Trianel bei einem Wirkungsgrad von „etwa 57%“ (bei höchstens 47 % rein elektrischer Leistung) zu der Ansicht kommt, dass das in Uerdingen geplante Steinkohlekraftwerk „weltweit an der Spitze“ steht. Die Kohleverbrennung ist eine rückwärtsgewandte Technologie, die nicht mehr zukunftsfähig ist.

Lesen Sie unsere Informationsheft gegen das geplante Kohlekraftwerk. Die komplette Herausgabe als PDF können Sie hier herunterladen: Information zum geplanten Steinkohlekraftwerk – aus unserer Sicht

 

Nachteile des geplanten Steinkohlekraftwerks für die Umwelt.

  1. 1. 9000 Tonnen Co² pro Tag (das sind 24 Mio km im Porsche Cayenne Turbo S bei Vollgas)
  2. 2. 4 Binnen-Schiffsladungen Kohle (aus Kolumbien, Australien, etc) pro Tag.
  3. Informieren Sie sich über den geplanten Transport vom Uerdinger Hafen zum geplanten Kraftwerk im Bayergelände.
24.06.2007 - geschrieben von admin - abgelegt unter (Aktuelles)

Kommentare

Harald Jochums am 11 Mai, 2008 um 22:27 #

Zu:Alte Gas-/Kohlekessel abschalten.
Es ist leider eben nicht geplant, nach dem Bau des Kohlekraftwerks die alten Kessel abzuschalten, weil das neue Kraftwerk nämlich nur mit einem Kessel gefahren werden soll. Der sei effektiver als mehrere kleine,so ein leitender Bayer-Mitarbeiter aus Leverkusen zu mir.Wieviel effektiver konnte er aber nicht sagen. Auf jeden Fall stehen dann erstmal bei einer Störung 750MW Strom nicht mehr zur Verfügung.Wie steht’s denn da mit der Versorgungssicherheit? JO.


admin am 12 Mai, 2008 um 18:34 #

Genau – der Chempark-Leiter Dresely hat sogar mehrfach und öffentlich darauf hingewiesen, daß die alten Kohlekessel aus kartellrechtlichen Gründe gar nicht abgeschaltet werden können.

Allerings wäre das nicht wirklich eine Alternative, denn die “alten” Kohlekessel emmitieren derzeit 530.000 Tonnen CO2. Das neue geplante Kohlekraftwerk setzt allerdings 4,4 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr frei.

Auch die Umweltverbände sehen im Übrigen die Notwendigkeit, generell ein neues modernes Kraftwerk zu errichten, um alte Kessel abschalten zu können und den Standort Chemiepark Bayer-Uerdingen zu sichern. Dazu wird ein definitiv ein Kraftwerk benötigt, das die vor Ort gebrauchte Energie und Prozessdampf erzeugt. Es kann aber deutlich kleiner dimensioniert und mit Gas betrieben werden!


Jaechel am 15 Januar, 2010 um 11:31 #

Wenn wie heute in Presse zu lesen, solche Proleten wie dieser Gr…o.s.ä. auftreten, machen Sie sich nur zum Gegner Ihrer offenbar von wenig Sachkenntnis zeugenden Aktionen.Peinlich und falsch.Reine Ideologie.Sie sollten sich mal die überall verteilte Broschüre “Die grüne Gefahr” über Öko-Täuschungen und den Co2Schwindel durchlesen….alles Betrüger,die nur dem Bürger das Geld aus der Tasche ziehen.


madmax am 28 Juni, 2010 um 20:29 #

Es ist schon sehr verwunderlich wie Personen sich angebliche Informationen von leitenden Mitarbeitern von Bayer aus dem Hut ziehen. Bisher ist zu diesem Thema seitens der Kraftwerksgegner noch nicht ein mit fundiertem Wissen Gegenargument zum tragen gekommen. Im Gegenteil ,sehr wahrscheinlich werden diese Gegner darauf antworten woher ihr Strom kommt: aus der Steckdose. Desweiteren sollte auch ein Herr Jochums mal einen Blick gen Mündelheim sprich HKM werfen,was dort Tag für Tag an dunklen Wolken dieses Werk verlässt wird nach seiner Auffassung wohl Kakaopulver sein. Ich persönlich kann diese unsachgemässe Diskussion nicht mehr ertragen denn hier wird nicht mit lauteren Mitteln diskutiert, hier wollwen nur einige Querulanten sich unheimlich wichtig machen auf Kosten von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen der Stadt Krefeld die letztlich auch Kaufkraft bedeuetet.


madmax am 28 Juni, 2010 um 22:03 #

Wenn sich nur ein einziger von euch mit dieser Energieform auseinandergesetzt hätte wäre euer Protest eine Lachnummer.
Mir ist es schleierhaft womit ihr euer Geld verdient,bzw wo eure Energie zum Überleben im Alltag her rührt. WAHRSCHEINLICH wie bei all denen euerer Gesinnung:aus der Steckdose!!!!


Harald Jochums am 29 Juni, 2010 um 16:18 #

Zu “madmax”
Keine Argumente, nur noch dumpfe Polemik – und das auch noch schön anonym. Da macht’s keinen Sinn, noch mehr dazu zu sagen.
Harald Jochums / Architekt für Ökologisches Bauen / Duisburg-Rheinhausen


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