ACHTUNG! Bundesweite Mitmach-Aktion gegen das geplante Kraftwerk in Krefeld

Krefeld Campact
NRW lässt sich nicht verkohlen!

Nirgendwo sonst in Deutschland wird so viel CO2 ausgestoßen wie in NRW. Verantwortlich: Kohlekraftwerke. Doch statt endlich auf Erneuerbare Energien umzusteigen, soll jetzt in Krefeld ein gigantisches Steinkohlekraftwerk entstehen.
Appellieren Sie an den Stadtrat, den Klima-Killer zu stoppen!

Wer durch Nordrhein-Westfalen fährt sieht sie allenthalben: Riesige Kohlekraftwerke, deren Rauchsäulen sich weit in den Himmel schrauben. Entsprechend desaströs ist die Klimabilanz des Landes. Ein Drittel der CO2-Emissionen aus der bundesweiten Stromerzeugung stammt aus NRW. Doch statt endlich auf zukunftsfähige Energieversorgung zu setzen, planen die großen Energiekonzerne allein hier zehn weitere Klima-Killer.

In den nächsten Wochen wird über ein neues Steinkohlekraftwerk im Chemiepark Krefeld-Uerdingen entschieden. Geplanter Jahresausstoß: 4,4 Millionen Tonnen CO2 – mehr als die gesamte Stadt emittiert. Ursprünglich verhinderte der Stadtrat das Projekt deshalb. Doch nach kosmetischen Zugeständnissen der Betreiber will der Rat jetzt den gigantischen Kohlemeiler durchwinken. Verlangen Sie als Bürger/in aus NRW vom Stadtrat, das Kraftwerk zu verhindern.

Unterzeichnen Sie den Appell an die Krefelder Politik!

Die vor wenigen Monaten veröffentlichte Leitstudie des Bundesumweltministeriums zeigt, dass schon der Bau der bereits genehmigten Kohlekraftwerke die Klimaschutz-Ziele der Bundesregierung zunichte macht. Würden alle zehn in NRW geplanten Kraftwerke hinzukommen, ist die Senkung des Kohlendioxid-Ausstoßes bis 2020 um 40 Prozent endgültig Makulatur – und die Folgen des Klimawandels mit winterlichen Hochwassern, sommerlichen Hitzewellen und neuen Krankheitserregern würden Realität.

Dabei können wir auf neue Kohlekraftwerke verzichten und trotzdem aus der gefährlichen Atomkraft aussteigen. Hierzu brauchen wir konsequente Maßnahmen zur Energieeinsparung sowie einen Mix aus Erneuerbaren Energien und effizienten Gaskraftwerken. Diese verursachen im Vergleich zur Steinkohle nur halb so viel CO2 und können ihre Leistung flexibel an die wechselnde Stromerzeugung aus Sonne und Wind anpassen. Krefeld muss hier mit gutem Beispiel vorangehen.

Fordern Sie von der Stadt Krefeld, sich für mehr Klimaschutz zu entscheiden!

Lesen Sie mehr in der 5-Minuten-Info.Aktion von Campact.de,  07.05.2009





07.05.2009: geschrieben von admin - abgelegt unter (Aktuelles)

Kommentare

Meike Krah am 8 Mai, 2009 um 09:22 #

Was nützt der schnelle Euro, wenn für die Zukunft nicht gesorgt ist? Es gibt bessere Wege – für Umwelt und Wirtschftaft!


Wolfgang Kühr am 17 Mai, 2009 um 20:44 #

Der Bundesverband Klinaschutz e.V. in Bonn spricht sich gegen den Neubau eines Kohlekraftwerks in Krefeld aus. Dies ist dem Klimaschutz nicht zuträglich. Sinvoller wäre es die enormen Summen für den Neubau in Energieinsparung, den Ausbau der erneuerbaren Energien und dezentralen Kraft-Wärme-gekoppelte Anlagen zu investieren. Der Klimaschutz e.V. kritisiert ausdrücklich die Beteiligung der kommunalen Energieversorger an dem Neubauprojekt. Die Kommunen haben sich von den Großinvestoren auf den Leim führen lassen, denn sie haben in der Trianel-Gesellschaft praktisch nichts zu sagen und vergeben die Chance auf kommunaler Ebene eine umweltfreundliche und soziale Energiepolitik zu betreiben.


Wittenschläger am 22 Mai, 2009 um 21:01 #

An den Stadtrat der Stadt Krefeld,
Ich fordere Sie auf, auf die Errichtung des Steinkohlekraftwerks in Krefeld zu verzichten und sich stattdessen erneuerbarer Energiegewinnungsmöglichkeiten zuzuwenden.
B. Wittenschläger


Jürgen S. am 2 Juni, 2009 um 10:11 #

Mehrere Stadtwerke, die beim RWE Strom beziehen, haben bei Bayer angefragt, ob diese nicht ein Kraftwerk bauen können und die Stadtwerke mit Strom beliefern können, damit diese vom RWE unabhängig werden.

Toll … und was macht das RWE dann mit den freien Kapazitäten? Nein so nicht.

In Duisburg Walsum verqualmt das Kohlekraftwerk, welches in Österreich wegen den hohen Umweltauflagen nicht gebaut werden durfte, die Duisburger Luft … und der Hammer ist, dass ein großer Teil des Stroms nach Österreich geliefert wird.

NEIN, hier stimmt was nicht. Geht es mal wieder nach dem Motto wer am lautesten Schreit bekommt Recht?

Es scheint mir, dass es einzig und allein um das Geschäft geht … leider verdienen hier nur einige wenige.

Baut doch einfach ein Gas-Kraftwerk … so wie es auch immer die freundliche Heizkessel-Werbung für den Hausbesitzer empfiehlt: Günstig-sauber-sparsam-hoher Wirkungsgrad, alles easy … oder ist das alles nur gelogen?


Bellmann am 6 Juni, 2009 um 11:44 #

Die Befürworter argumentieren, es gehe um eine langfristige Sicherstellung der Energieversorgung im CHEMPARK Krefeld-Uerdingen und um die Sicherung von Arbeitsplätzen in Krefeld. Mit diesem Argument werden Unsicherheit und Angst erzeugt: Verlust von Tausenden von Arbeitsplätzen im Falle der Ablehnung. Tatsächlich aber ist das geplante Kraftwerk völlig überdimensioniert. Ziel ist es zum einen, Energie zu exportieren, zum andern mit den Verschmutzungsrechten zu handeln. Und das alles auf Kosten vor allem der Uerdinger Bevölkerung. Die Gesundheit der Menschen wird aufs Spiel gesetzt, um Wirtschaftsinteressen durchzusetzen.


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