Notarielle Zusagen für das Kohlekraftwerk Krefeld liegen vor

Pressemitteilung aus  der Rheinischen Post vom 19.03.2009:

Chempark-Betreiber Currenta und Kraftwerkserbauer Trianel haben gestern der Stadt die notarielle Beurkundung der von der CDU geforderten Zusagen überreicht. Dies erklärte Pressesprecherin Antje Kassel. Damit ist ein wichtiger Schritt getan, damit der Stadtrat eine Befreiung der Veränderungssperre aussprechen kann. Zu den Zusagen gehören die Abschaltung der alten Kohlekessel, die Einhausung von Kohlelager und -transport, die Anlieferung per Schiff, der Bau mit neuester Technik und ein Wirkungsgrad über 60 Prozent.

Quelle: http://www.rp-online.de/public/comments/index/regional/niederrheinsued/krefeld/nachrichten/krefeld/687734





21.03.2009: geschrieben von admin - abgelegt unter (Aktuelles)

Kommentare

Lungenkrebs am 22 März, 2009 um 13:07 #

Na dann ist ja Sargnagel Nr.1 perfekt!
Jetzt kommt das Zementwerk dran …


Kerstin Ciesla, BUND Duisburg am 23 März, 2009 um 20:17 #

In der Vergangenheit konnte man schon so manches “Ehrenwort” aus der Politik oder Wirtschaft vernehmen – und was bei Nichteinhaltung passiert ist, wissen wir auch – mal abgesehen vielleicht von ein paar kritischen Presseartikeln – nichts!

Etwas anderes als ein Ehrenwort ist meines Erachtens auch diese notarielle Beurkundung nicht, denn welcherlei Sanktionen gibt es denn bei Nichteinhaltung ?
Mit welcher rechtlichen Grundlage soll Bayer dazu bewegt werden die alten Kessel abzuschalten ? Eine Zusage die von Curenta und Trianel festgehalten wurden, hat jedenfalls für das Immissionsverfahren keinerlei rechtliche Handhabung. Ohne offiziellen Stilllegungsantrag ist die notarielle Beurkundung nichts anderes als ein Lippenbekenntnis.

Was soll passieren wenn der nun plötzlich zugesagte Wirkungsgrad von über 60% nicht eingehalten wird ?
Rein gar nichts – niemand weiss wie der Wirkungsgrad auf wunderbareweise auf über 60% gehen kann.
Wie ist also diese notarielle Beurkundung zu verstehen ? Meines Erachtens schlichtweg als Farce, als Beruhigungsinstrument für so manchen Politiker und die Bevölkerung, die sich mit den Gefahren nicht so auseinander gesetzt haben wie Umwelt- und Naturschutzverbände.
Wenn man nicht ganz so kritisch an die Sache ran geht, könnte man vielleicht noch annehmen, dass es eine Willenserklärung ist – aber mehr ist es nicht – denn wer soll haften bei Nichteinhaltung ? Was kann den Unterzeichnern schon passieren ?


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