Wie gefährlich ist Quecksilber wirklich ?
Bei vollem Betrieb würden aus dem geplanten Kohlekraftwerk in Uerdingen – trotz modernster Filter – jährlich folgende Schadstoffe freigesetzt (von Trianel geschätzt):
- 500 kg Cadmium
- 1.000 kg Arsen
- 500 kg Thallium
- 2.000 kg Nickel
- 600 kg Quecksilber
- 6.000 kg Blei
- 400.000 kg Staub
- und viele mehr
Beim UN-Gipfeltreffen der Umweltminister in der kenianischen Hauptstadt Nairobi kamen nun Vertreter aus 140 Ländern darüber überein, die Verwendung von Quecksilber weltweit zu verbieten. Innerhalb der nächsten zwei Jahre solle eine rechtsverbindliche Regelung erarbeitet werden, kündigte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel an. Doch wie passt das mit dem Kraftwerk zusammen und welche Ursachen hat Quecksiler auf unsere Gesundheit ?
Auch in anderen Industriebereichen (z.B. bei der Erstellung von Energiesparlampen oder etwa bei der Herstellung von Zement !! (siehe geplante Zementfabrik in Krefeld)) ist es schwierig, auf den Einsatz von Quecksilber zu verzichten. Problematischer als der direkte Einsatz von Quecksilber in der Industrie sind aber jene Bereiche, wo Quecksilber an die Luft abgegeben wird – etwa bei der Müllverbrennung, bei der Verarbeitung von Erzen und bei Kohlekraftwerken.
Quecksilber kann in zu hoher Konzentration zu Schäden an Leber, Lunge und Gehirn führen. Bei Schwangeren kann eine Quecksilbervergiftung sogar zum Tod des Fötus führen oder Entwicklungsstörungen verursachen. Die amerikanische Gesundheitsbehörde hat deshalb sogar einen eigenen Ratgeber für Schwangere herausgegeben, um darüber zu informieren, von welchen Speisefischen werdende Mütter Abstand nehmen sollten.
Freigesetztes Quecksilber bleibt etwa ein Jahr in der Atmosphäre, danach gelangt es in die Gewässer. Im Fettgewebe von Fischen reichert sich Quecksilber immer weiter an – bei Fischen, die am Ende der Nahrungskette stehen, ist die Quecksilberbelastung dann oft so hoch, dass ihr Verzehr auch für Menschen gesundheitsschädlich sein kann.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wissen/378/459024/text/
| 24.02.2009: geschrieben von admin - abgelegt unter (Aktuelles) |



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