Radioaktive Belastung der Umwelt durch Kohlekraftwerke

RadioaktivBei vergleichbarer Erzeugung elektrischer Energie geben Steinkohlekraft-werke mehr radioaktive Stoffe an die Umwelt ab, als Kernkraftwerke bei störungsfreiem Betrieb!

Gemäß Strahlenschutzkommission handelt es sich bei den von Kohlekraftwerken nach der Filterung über den Kamin emittierten Stoffen vor allem um radioaktive Isotope der Elemente Uran, Thorium, Radium, Blei und Polonium. Diese sind in der geologisch älteren Steinkohle in der Regel noch konzentrierter enthalten als in der jüngeren Braunkohle.

Die über den Schornstein großflächig verteilten Radionuklide können über die Atemluft oder über die Nahrung in den menschlichen Körper gelangen. Bei den Radionukliden in der Kohle handelt es sich in erster Linie um Alphastrahler.

Die Alphastrahlung ist um den Faktor 20 biologisch wirksamer (gefährlicher) als die Beta- oder Gammastrahlung, wenn sie im Innern des menschlichen Körpers zur Wirkung kommt und dabei eventuell Krebserkrankungen auslöst.

Neben der hohen Emission von klimaschädlichem CO2 werden somit durch Kohlekraftwerke die Menschen in der Umgebung noch zusätzlich mit radioaktiven Stoffen belastet.

Diese werden von Gaskraftwerken nicht emittiert!

Die Wechselwirkungen verschiedenster Schadstoffe miteinander sind weitestgehend nicht bekannt. Für den Bereich radioaktiver Niedrigstrahlung gilt in der neuen Strahlenschutzverordnung die Forderung, die Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten. Man geht sicherheitshalber davon aus, dass es keinen unteren Schwellenwert für die schädlichen Wirkungen ionisierender Strahlen gibt.

Der Physiker Prof. Dr. Claus Grupen schreibt in der neuesten Auflage des „Grundkurses Strahlenschutz“, dass es einen Sturm der Entrüstung auslösen würde, wenn die permanent von Kohlekraftwerken ausgehende Niedrigstrahlung von kerntechnischen Anlagen emittiert würde!

V.i.S.d.P. : Ulrich Grubert, Sprecher des Niederrheinischen Umweltschutzvereins (NUV)
Tel.: 02151/594473
e-mail: nuv@gmx.de





06.02.2008: geschrieben von admin - abgelegt unter (Aktuelles)

Kommentare

Theo Pötter am 9 Februar, 2008 um 20:58 #

Die weltweit geplanten und existierenden Kohlekraftwerke haben ihre Zukunft schon hinter sich, speziell das neue, zur Zeit gebaute Kohlekraftwerk in Dorsten.

Alternativkraftwerke müssen her.

Aber wie, bzw. welche?

Zum Beispiel ein Lösungsweg:

Wir müssen EU weit denken. Solarthermische Großkraftwerke in Spanien, Sizilien, Malta, Zypern, Kreta und später auch in der Türkei warten auf den europäischen Startschuss. Das größte zur Zeit ohne störung betriebene Solarkraftwerk in Kalifornien wurde vor 25 Jahren von deutsche Ingenieuren geplant und von deutschen Firmen aufgebaut. Elektrische Leistung: 354 MW. Es versorgt ca. 88.000 Haushalte mit Strom. Warum werden in Südeuropa noch keine solcher Kraftwerke gebaut?

Worauf warten wir noch?

Die Technik ist schon lange so weit.

Die Politiker sind größtenteils unfägig, da sie von den Ölmultis als Marionettenfiguren benutzt werden.

Leider!

Mit freundlichen Grüßen
Theo Pötter

Quelle: http://www.solarer-wasserstoff.de


Theo Pötter am 9 Februar, 2008 um 21:56 #

Welche weiteren Alternativen haben wir noch gegenüber den bestehenden und vor allen Dingen den geplanten Kohlekraftwerken in Deutschland?

Zum Beispiel ein weiterer Lösunsweg:

Nutzung des bereitstehenden Windstroms nicht nur zur Einspeisung in das öffentliche Stromnetz, sondern für die Versorgung von großen Elektrosyseanlagen mit Windstrom.

Die Elektrolyseanlagen produzieren dann den neuen regenerativen Sekudärenergieträger WASSERSTOFF.

Dieser Wasserstoff ist zum Beispiel einer der neuen Energieträger unserer Zeit.

Er kann sehr gut mit oder ohne Erdgas in dem vorhandenen Erdgasnetz transportiert werden.

Nicht nur als Treibstoff für die Aufrechterhaltung unserer Mobilität, sondern auch für Wasserstoffheizkessel, Blockheizkraftwerke …

So sieht zum Beispiel eine zeitgemäße Energieversorgung aus.

Kohlekraftwerke stellen für mich hingegen eine “STEINZEITTECHNOLOGIE”
dar.

Die Kohle ist zum Verbrennen viel zu schade.

Wir brauchen die Kohle später noch zum Hydrieren.(verflüssigen)

Aber nicht für den Treibstoff unserer Mobilität***, denn dafür haben wir ja unsere neuen regenerativen Primärenergieträger.

*** Zum Beispiel für Medikamente oder für unsere Verpackungsindustrie…

Also bleibt festzustellen: Wir brauchen die Kohlekraftwerke nicht.

Denn wir leben nicht mehr in der Steinzeit, sondern wir schreiben das Jahr 2008.

Mit freundlichen und kollegialen Grüßen
Euer Theo

Quelle: http://www.solarer-wasserstoff.de
Engineering for the future.


Theo Pötter am 17 Februar, 2008 um 00:09 #

Sehr geehrte Damen und Herren,

Das Verbrennen von hochwertiger Steinkohle in unseren Kohlekraftwerken zur Erzeugung von Wasserdampf bei einem, geasamten Wirkungsgrad von ca. 45% entspricht schon heute nicht mehr dem Stand der Technik (bezogen auf ein modernes, zeitgemäßes Kraftwerk). Stellen Sie sich vor, ein moderner PKW würde mit dem Antriebsaggregat in Form einer Dampfmaschine ausgestattet.

Kohlekraftwerke haben ihre Zukunft schon hinter sich!!!

Ihr Theo Pötter

Quelle: http://www.solarer-wasserstoff.de


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