NRZ: Schädliche Schlote
Pressemitteilung aus der NRZ vom 11.01.2007:
UMWELT. Fast die Hälfte des industriellen CO2-Ausstoßes in Deutschland stammt aus NRW.
DÜSSELDORF. Fast die Hälfte des CO2, das industrielle Großbetriebe in Deutschland ausstoßen, stammt aus einem Betrieb in Nordrhein-Westfalen. Das ergab die Auswertung eines aktualisierten Berichts des Europäischen Schadstoffemissionsregisters EPER. Bundesweit verzeichnet der Schadstoffregister 375 Großemittenten mit einem Ausstoß von zusammen 467,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid (C02) im Jahr. 125 dieser Betriebe liegen in NRW. Ihr Gesamtausstoß: knapp 230 Millionen Tonnen.
Im Vergleich der Bundesländer verzeichnet Thüringen mit 1,9 Millionen Tonnen die geringste Belastung. Für das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium sind diese Zahlen nicht überraschend: Der hohe Ausstoß erkläre sich vor allem durch die vielen Kohlekraftwerke, so ein Ministeriumssprecher.
Tatsächlich hat der Großteil des CO2-Ausstoßes seine Ursache in der Energiegewinnung: Mit 319 Millionen Tonnen entstehen mehr als zwei Drittel der C02-Emmissionen aus Großbetrieben bei der Erzeugung und Verbreitung von Energie. Der Standort mit der höchsten Belastung ist Grevenbroich, von wo aus jährlich 42 Mio. Tonnen CO2 in die Atmosphäre gelangen, gefolgt von Bergheim mit 27 Millionen. Tonnen. Insgesamt lag der CO2-Ausstoß in Deutschland im Jahr 2005 bei 873 Mio. Tonnen. Haushalte und Verkehr tragen je 19 Prozent zum Gesamtaufkommen bei. (dpa/NRZ)
Quelle: Der Westen (WAZ), 11.01.2007
| 16.01.2008: geschrieben von admin - abgelegt unter (Aktuelles) |



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